
Vor beinahe zwei Jahren startete die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH als gemeinsame Kraftanstrengung aller IKT-Stakeholder Österreichs mit dem Ziel eine IKT-Strategie zu erabeiten. In einem einzigartigen Schulterschluss haben 400 ExpertInnen, rund 170 Unternehmen und Organisationen sowie mehr als 35 Vorstände und Geschäftsführer führender Unternehmen an der Deklaration mitgearbeitet.
Zahlreiche Maßnahmenvorschläge wurden eingereicht und in den Arbeitskreisen diskutiert, priorisiert und bewertet. Die ExpertInnen identifizierten so 60 Maßnahmen, die Österreich im Topranking der IKT-Länder entscheidend voranbringen sollen. Während des gesamten Erarbeitungsprozesses lag die inhaltiche Betreuung beim Reaktionsteam der RTR, das am Ende aus den gesammelten Beiträgen und Vorschlägen die ÖSTERREICHISCHE INTERNETDEKLARATION erstellte.
Die Bundesregierung hat im Ministerrat am 9. Februar 2010 die Einrichtung des „Kompetenzzentrum Internetgesellschaft“ beschlossen und damit einen zentralen Maßnahmenvorschlag der Deklaration bereits umgessetzt. Um die IKT-Agenden in Österreich besser voranzubringen, haben die ExpertInnen der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH eine zentrale IKT-Stelle auf Bundesebene vorgeschlagen.
Hinkünftig koordiniert das neu geschaffene Kompetenzzentrum - auf Basis der Ergebnisse der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH - Maßnahmen und Aktivitäten der österreichischen IKT-Politik. Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH wird dem Vorstand des Kompetenzzentrums mir beratender Stimme angehören.
Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group begrüßt den Beschluss des Ministerrats: „Mit der Einrichtung des „Kompetenzzentrums Internetgesellschaft“ setzt die Bundesregierung einen wichtigen Schritt zur weiteren Entwicklung der Wissensgesellschaft und zur zukünftigen Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich.“
„Was Österreich braucht, ist eine IKT-Strategie, die den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärkt. Mit der ÖSTERREICHISCHEN INTERNETDEKLARATION sind die dafür notwendigen Handlungsempfehlungen auf dem Tisch, mit dem „Kompetenzzentrum Internetgesellschaft“ die richtigen Weichen gestellt“, ergänzt Rudolf Kemler, Generaldirektor HP Österreich.
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist die Konzentration auf Zukunftsbranchen wie jene der Informations- und Kommunikationstechnologien entscheidend für die weitere Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich. Um die Informations- und Kommunikationstechnologien als Wachstumstreiber optimal zu nutzen, bedarf es umgehend einer österreichischen IKT-Gesamtstrategie, die stimulierend auf Investitionen und Innovationen wirkt.
Mehr als € 2 Mrd. investiert der heimische IKT-Sektor allein in den kommenden Jahren trotz des aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes. Die IKT-Unternehmen leisten damit ihren Beitrag für eine Stärkung des gesamten Wirtschaftsstandortes Österreich.
Mathias Grandosek, Telekom-Experte der Arbeiterkammer und René Tritscher, Geschäftsführer Fachverband Telekom-Rundfunk (WKÖ) unterstreichen die Bedeutung des IKT-Sektors für Österreich: „IKT spielen für alle eine wichtige Rolle und sind aus unserem privaten und beruflichen Leben nicht mehr wegzudenken. Der Ausbau und die Nutzung hochwertiger IKT-Infrastrukturen sind kritische Erfolgsfaktoren im internationalen Wettbewerb hochentwickelter Wirtschaftsstandorte. Ebenso ist es wichtig, den Zugang zu diesen Technologien für alle Bevölkerungsgruppen sicherzustellen und die Sicherheit für Konsumentinnen und Konsumenten zu erhöhen Die „ÖSTERREICHISCHE INTERNETDEKLARATION“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und soll allen Entscheidungsträgern als Leitfaden und Richtschnur für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen dienen.“