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Michael Krammer, Orange

Österreich ist im Bereich des mobilen Breitbands Europameister. Sieben von zehn neuen Breitbandanschlüssen sind inzwischen mobil, ebenso rund 45 % des gesamten österreichischen Breitbandmarktes. Orange bzw. ONE haben wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Neben Investitionen in die heimische Infrastruktur von über 2 Mrd. Euro hat das Unternehmen durch den Start von H.U.I. vor rund drei Jahren neue Maßstäbe gesetzt und das mobile Internet für jedermann erschwinglich gemacht. Während das mobile Internet in Österreich boomt, wird die aktuelle Breitbandversorgung dem Wirtschaftsstandort Österreich nicht mehr gerecht. Einerseits verlangt der stetig im Steigen begriffene Bandbreitenbedarf nach einer flächendeckenden, österreichweiten Breitbandversorgung. Andererseits haben noch im Einsatz befindliche veraltete Kupferrohre und Kabel ihr Ablaufdatum längst überschritten. Der ländliche Raum darf kommunikationstechnisch nicht ausgehungert werden und benötigt dringend Zugang zu mobilem Internet, Telemedizin, technischen Außendienst, Telearbeit, e-Government, e-Learning, Einkaufen und Reisen, Online-Spiele, Downloads und zunehmende Datentransfers für die nächsten Jahrzehnte. Umso wichtiger ist es, bestehende ungenützte Ressourcen zu nutzen. Nach den USA, Großbritannien und Frankreich hat nun auch Deutschland die „Digitale Dividende“ an den Mobilfunk vergeben. Die Frequenzen, die durch die Umstellung von analogem auf digitales TV freigeworden sind, bieten auch Österreich die einmalige Chance auf eine erstklassige Breitbandversorgung ohne den Einsatz von zusätzlichen Steuergeldern. Es ist keine Frage, dass hochleistungsfähige Telekommunikationsinfrastrukturen zu unabdingbaren Standortfaktoren wie Strom, Wasser, Kanal oder Autobahnanbindungen zählen. Deshalb sollte die Entscheidung über die Verwendung dieser Frequenzen nicht erst 2015 fallen, sondern schon heute. Diese Entscheidung für Jahrzehnte sollte vor allem einen Wirtschaftsimpuls und neue Perspektiven für den ländlichen Raum im Fokus haben. Deshalb mein Appell, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für diesen Entwicklungsschub sobald wie möglich zu schaffen!

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