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Ziel dieser öffentlichen Veranstaltung war, die Ergebnisse der ersten Sitzung auf einer breiten Basis zu erörtern, neue Perspektiven zu gewinnen und weitere Vorschläge zu sammeln. Das vorliegende Ergebnisprotokoll gibt die Statements und Vorschläge der TeilnehmerInnen in verdichteter Form wieder, wobei das Redaktionsteam selbstverständlich alle mündlichen und schriftlichen Äußerungen und Maßnahmenvorschläge gesichert hat. Im gegenständlichen Management Summary wird ein Auszug aus den Ergebnissen dargestellt, wobei die stattgefundenen Diskussionen nur in stark komprimierter Form wiedergegeben werden können.
Ein zentraler Punkt, der im Arbeitskreis „Prozessoptimierung“ angesprochen wurde, ist, dass es eine Definition und Priorisierung der zu optimierenden Prozesse geben muss, bevor eine Prozessoptimierung stattfinden kann. Es müssen quantitative und qualitative Messgrößen eingeführt werden. Generell wird angemerkt, dass der/die Patient/Patientin als Kunde/Kundin des Gesundheitssystems im Mittelpunkt stehen muss. Schnittstellenmanagement zwischen den Gesundheitsdiensteanbietern einerseites und zwischen Gesundheitsdiensteanbieter und PatientInnen andererseits muss im Mittelpunkt der Bemühungen stehen um eine win-win-Situation für alle Beteiligten zu schaffen. Der vermehrte Einsatz von telemedizinischen Anwendungen und die Errichtung einer ÄrztInnen-Informationsplattform im semantischen web sind zwei essentielle Maßnahmen um möglichst schnell einen hohen Nutzen zu erreichen.
Ergebnisse Prozessoptimierung
Beim Thema „Internetapplikationen“ wird eingangs die Frage diskutiert, welche Internetangebote zur besseren Bereitstellung von Angeboten geschaffen werden müssen und welche Anwendungen man den Schirmherren der Internetoffensive ans Herz legen sollte. Weitgehend einig waren sich die ExpertInnen, dass man diese unter dem Motto „Keep it Simple“ sehen muss. Es gäbe zwar tolle „Showcases“ in Österreich, wichtiger wären aber vielmehr kleine, feine Anwendungen, die einer breiten Bevölkerung entgegenkommen und dort entsprechend akzeptiert werden.
Ergebnisse Internetapplikationen
Im Themenbereich „E-Skills“ empfehlen die ExpertInnen, mittels einer Informationsoffensive das Bewusstsein zu schaffen, dass für bestimmte Zielgruppen leichter zu lesende Versionen von Webseiten geschaffen werden. Dazu wäre es ein wichtiger Schritt, dass Unternehmen und Behörden die Verständlichkeit von Webseiten analysieren lassen und ihnen bewusst gemacht wird, wie diese von diesen Bevölkerungsschichten aufgenommen werden. Obwohl es die gesetzlichen Grundlagen für barrierefreie Zugänge gibt, orten die ExpertInnen noch wenig ausgeprägtes Bewusstsein bei den Unternehmen. Als Maßnahme schlagen die ExpertInnen vor, dass Informationskampagnen zur Bewusstseinsbildung der WAI-Kritierien durchgeführt werden. Nach Ansicht der ExpertInnen können „Werbeverkaufsfahrten fürs Internet“ zu den Vereinen und zu den Organisationen, in der die Zielgruppen verkehren, Hemmschwellen abbauen.
Ergebnisse eSkills
Im Themenbereich „Maßgeschneidertes und professionelles Informationsangebot“ wurde diskutiert, ob man ELGA als zentrales Portal/Zugang für die BürgerInnen zu Informationen ausbauen könnte. Dabei könnten einerseits die nutzerbezogenen Daten (siehe dazu die Ausführungen zur Gruppe „Internetapplikationen“) über das Portal abgefragt, andererseits auch generelle Informationen darüber abgebildet werden. Wichtig ist den ExpertInnen, den Zugang zu Informationen einer möglichst breiten Masse zu ermöglichen. Sei es zu generellen Inhalten im Allgemeinen oder zu personalisierten Inhalten im Speziellen.
Ergebnisse Maßgeschneidertes und professionelles Informationsangebot
Im Themenbereich „Barrieren, die über e-skills hinausgehen“ wollen die ExpertInnen drei Arten von Barrierefreiheiten gesichert wissen. Für die ökonomische Barrierefreiheit schlagen die ExpertInnen vor, Förderungen für die Anschaffung und Betrieb von PCs und Anschlüssen für sozial Benachteiligte zu gewähren. Sie empfehlen auch den Breitbandzugang zu fördern. Die Bildungsbarrierefreiheit wollen sie sicherstellen, indem sie empfehlen, den Internet Redakteur als eigenes Berufsbild mit eigenem Curriculum zu etablieren und die Industrie aufzufordern, Laptops und Desktops anzubieten, die ohne größere Hürden nach dem Prinzip „plug and play“ zu bedienen sind. Weiters schlagen die ExpertInnen vor, Qualitätsrichtlinien für Websites herauszugeben und bei deren Einhaltung ein Gütesiegel zu vergeben. Um die technische Barrierefreiheit sicherzustellen, sind nach Ansicht der ExpertInnen ein Akzeptanzmanagement einzusetzen und Heranführungsstufen zu planen.
Ergebnisse Barrieren, die über eSkills hinausgehen