Österreich verfügt über eine Fülle von kulturellen Schätzen, für deren Besichtigung jedes Jahr Millionen von ausländischen Gästen nach Österreich kommen. Wenn dieses kulturelle Erbe in digitaler Form einem noch größeren Publikum hinkünftig zur Verfügung steht, würde das internationale Interesse an der österreichischen Kultur angeregt und der Besucherstrom verbreitert werden. Klassische Medien wie Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften, werden im digitalen Zeitalter zunehmend mit elektronischen Medien ergänzt; durch die rasche und unkomplizierte Erzeugung von Inhalten wird die Schnittstelle zwischen Produzenten und Konsumenten immer unschärfer, sodass man heute vom „prosumer“ spricht.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien haben enorme Auswirkungen auf bestehende Medien und die traditionelle Kultur. Darüber hinaus hat IKT aber neue Medien und auch eine neue Kultur geschaffen. Kommunikationsformen, die sich mit dem Begriff Web 2.0 und die entstandene Kultur rund um den Begriff „Net Culture“ befassen, sind neue bereits etablierte Erscheinungsformen von Medien und Kultur.
Österreich besitzt einen hohen Standard bei Kultur und Medien. Im Informationszeitalter gilt es das Potenzial von neuer Technologie bei Kultur und Medien voll zu nutzen und bei den neuen Formen ebenso einen Weltrang anzustreben wie wir das in der Vergangenheit geschafft haben. Vordringliche Kraftanstrengung ist, das reichlich vorhandene kulturelle Erbe mittels neuer Technologie einem Weltpublikum zugänglich zu machen und der neuen Net Culture - wie sie etwa bei der Ars Electronica präsentiert wird - Raum zu geben.
Bei den neuen Medien müssen wir eine hohe Wertschöpfung bei den Formaten und Applikationen schaffen sowie die infrastrukturellen Vorraussetzungen rechtzeitig verfügbar machen.